Die SPD steht gegen jede Form von Diskriminierung. Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Altersdiskriminierung, Ableismus, Klassismus, Queerfeindlichkeit, Herabwürdigungen und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit haben bei uns keinen Platz. Das vertrauensvolle Miteinander ist zentral für unsere solidarische und lebendige Partei. Dies ist nicht die Verantwortung einzelner, sondern ein Auftrag an alle.
Ehrenamtliche und hauptamtliche Parteiarbeit muss frei sein von jeder Form von Diskriminierung. Das ständige Awarenessteam der SPD Berlin ist eine unabhängige ansprechbare Stelle für Grenzverletzungen und Diskriminierungserlebnisse innerhalb des Landesverbands. Sie soll denjenigen eine Stimme geben, die Diskriminierung erfahren haben. Niedrigschwellig und im Idealfall bevor Verhärtungen entstehen. Awareness-Arbeit hat das Ziel, mit allen Beteiligten diskriminierungsfreie(re) Räume herzustellen. Grundlage für die Arbeit des Teams ist die Awarenessrichtlinie der SPD Berlin.
Die Mitglieder des ständigen Awarenessteams:
Andreas Domann
Mein Name ist Andreas Domann, Jahrgang 1960, also 64 Jahre alt. Ich freue mich sehr bei dem Awareness Team mitwirken zu könnten. Seit 2020 bin ich Pensionierter Verwaltungsbeamter. Durch meinen Schlaganfall 2008 habe ich rechtsseitige Lähmungen und Spastiken. Durch geeignete Hilfsmittel wurde ich 2009 wieder in meinen Arbeitsplatz integriert. Ich bin 2009 in die SPD eingetreten und gehöre zur Abteilung Rudow in Neukölln an, wo ich die Funktion des Revisors ausübe. Ich bin auch im Ortsteil Rudow angergiert. In dem Kulturverein „Alte Dorfschule Rudow e.V. bin ich Co-Vorsitzender und gehöre dem Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr an.
Seit 2024 bin ich Bürgerdeputierter im Gesundheitsausschuss Neukölln und seit 2022 Delegierter der KDV Neukölln. Aufgrund meiner behinderten Tochter (Down-Syndrom) und meiner Mobilitätseinschränkungen gehöre ich seit 2012 der Landes AG Selbst Aktiv Berlin an und bin dort Beisitzer.
Politisch bin ich sehr daran interessiert, dass Kinder mit Behinderungen wenn möglich, in Regelschulen beschult werden und, dass Erwachsene mit Behinderungen auf den 1. Arbeitsmarkt kommen. Durch meinen Trans-Stiefsohn engagiere ich mich in der AG SPD Queer Neukölln und setze mich auch da sehr dafür ein, dass Trans-Personen ohne Schwierigkeiten auf den 1. Arbeitsmarkt kommen.
Privat bin ich verheiratet, Vater von drei erwachsenen Kindern und fünf teils erwachsenen Enkelkindern.
Robert Hall
Ich bin Robert Hall, Jahrgang 1957, und möchte mich aktiv am Awareness Team beteiligen. Seit vielen Jahren bin ich in der SPD Wilmersdorf-Südost aktiv mit Schwerpunkten in der AfA und der AG 60+. Politisch verorte ich mich bei denen, die sich für die Verbesserung der Lebenssituation von prekär und atypisch Beschäftigten, Armutsrentnern und Alleinerziehenden einsetzen. Beruflich habe mich im Kinderschutz engagiert, erst in den Handlungsfeldern sozialer Arbeit und darauf aufbauend in Projektentwicklung und verschiedenen Leitungsfunktionen im Rahmen des Berliner Notdienst Kinderschutz. Eine meiner Visionen als Führungskraft war – etwas abseits von den Vorgaben linearer Hierarchien – Teamarbeit zu installieren und zu etablieren. Dafür habe ich eine vierjährige Supervisionsausbildung abgeschlossen, nebenberuflich als Supervisor gearbeitet, Schulungen zum Konflikt- und Beschwerdemanagement absolviert und in diversen Arbeitsgruppen entsprechende Verfahrensvorgaben implementiert und moderiert. Zusätzlich bin ich geschulter psychologischer Ersthelfer. Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeiten und Weiterbildungen übernehme ich gerne den Aufgaben in einem Awareness Team. Ich möchte daran mitzuwirken, dass die SPD aktiv diskriminierungsfreie Räume für die ehrenamtliche und hauptamtliche Politikarbeit herstellt. Lebensabschnittsbedingt bin ich im Privatem Vater und Großvater und organisiere ehrenamtlich Theaterprojekte für sogenannte Straßenjugendliche, bzw. von Wohnungslosigkeit bedrohten jungen Menschen.
Lisa Wing
Mein Name ist Lisa. Ich bin 29 Jahre alt, Sozialwissenschaftlerin und seit 2017 in der SPD aktiv. Zunächst habe ich mich vor allem bei den Jusos eingebracht, wo ich von 2020 bis 2024 in Neukölln Vorsitzende bzw. Sprecherin war. Neben der Arbeit bei den Jusos bringe ich mich in der Neuköllner SPD als stellvertretende Vorsitzende und Awarenessbeauftragte meiner Abteilung und Teil des Kreisvorstandes ein.
Politische Arbeit kann nur gut funktionieren, wenn sich alle Menschen gleichermaßen einbringen können. Das setzt voraus, dass sich alle Menschen bei uns wohlfühlen. Wir als Sozialdemokrat*innen und Demokratische Sozialist*innen sind nicht ausgenommen, wenn es darum geht, gesellschaftliche Strukturen, Machtverhältnisse und unser eigenes Verhalten zu reflektieren. Dafür würde ich gerne mit euch zusammenarbeiten, sodass wir mit unserer Partei Räume schaffen, die für alle sind, die sich der Sozialdemokratie zugehörig fühlen.
Zu sehr verlieren wir im politischen Austausch wichtige Stimmen und damit Perspektiven, die wir dringend benötigen in unserem Kampf um eine Welt als besseren Ort für alle. Zur Awarenessarbeit gehört es, ein Bewusstsein zu schaffen für unsere eigenen Muster und Mechanismen, die zum Ausschluss von Gruppen führen. Es gehört die ehrliche Reflektion von Strukturen dazu, die dazu beitragen, dass sich möglicherweise nicht immer alle in unserer Partei wohlfühlen. Und es gehört das Ansprechbarsein dazu, wenn sich jemand in seinen*ihren Grenzen verletzt sieht.
Mein Blick auf Awarenessarbeit ist intersektional. Das bedeutet, dass mir bewusst ist, dass verschiedene Dimensionen von Erfahrungen und Diskriminierung miteinander zusammenhängen. Bewusst ist mir auch, dass ein ständiges Dazulernen und sich weiterbilden Teil einer verantwortungsvollen Awarenessarbeit sein muss. Die Einrichtung eines Awarenessteams ist ein wichtiger Schritt für die Berliner SPD. Jetzt kommt es darauf an, diesen auch ehrlich umzusetzen und die weiteren Schritte zu gehen, um ein sicherer Ort für alle zu sein.
Mathias Schulz ist die Ansprechperson des geschäftsführenden Landesvorstands für das Awarenessteam. Im Kurt-Schumacher-Haus wird das Awarenessteam organisatorisch durch Dorothee Stahlberg hauptamtlich betreut.
Erreichbarkeit des ständigen Awarenessteams:
Das Awarenessteam berät im Regelfall binnen einer Woche digital oder in Präsenz das weitere Vorgehen. Der Vorfall wird zwei Mitgliedern zur Betreuung übertragen. Bei Bedarf können weitere Mitglieder einbezogen oder betreuende Mitglieder ausgetauscht werden. Untereinander berät das Team offen, es sei denn, dass die meldende Person ausdrücklich wünscht, einzelne Mitglieder nicht oder nur anonymisiert über den Vorfall zu informieren. Im Anschluss an die Meldung findet ein Erstgespräch der betreuenden Mitglieder mit der meldenden Person statt.
Das ständige Awarenessteam ist per E-Mail an [email protected] oder über das untenstehende Formular erreichbar.
- Die E-Mail wird im Kurt-Schumacher-Haus von den zuständigen hauptamtlichen Mitarbeiter*innen des SPD-Landesverbands Berlin bearbeitet und an die Mitglieder des Awarenessteams weitergeleitet.
- Die Formular-Nachricht wird direkt an die ausgewählten Mitglieder des Awarenessteams gesendet und nicht zwischengespeichert.
